Marine Russland

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Re: Marine Russland

Beitrag von Flottenheizer » Fr Jul 12, 2019 8:10 am

Russisches Atom-U-Boot vor Fehmarn gesichtet

Im Juni gehörte die Ostsee der Nato.
Der Juli hingegen ist traditionell der Monat der großen Manöver der russischen Marine.

Seit Mittwoch ist ein russisches Atom-U-Boot in der Ostsee unterwegs. Beobachtet werden die russischen Muskelspiele von der deutschen Marine und Bundespolizei.


Quelle & Bericht hier :
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Re: Marine Russland

Beitrag von Flottenheizer » So Jul 28, 2019 9:57 am

Große Schiffsparade in St. Petersburg zum Tag der Kriegsmarine

Mit Schiffsparaden in verschiedenen Landesteilen begeht die russische Kriegsmarine am heutigen Sonntag ihren Berufsfeiertag. Bei der Parade in Sankt Petersburg, die mit über 40 beteiligten Schiffen die größte ist, ist Staatspräsident Wladimir Putin mit dabei. Sputnik überträgt live.

Neuste Fregatten und Korvetten, sowie Raketenboote, Patrouillenschiffe und U-Boote sind auf der Newa und im Finnischen Meerbusen unterwegs. Auch ein Zerstörer aus China und eine Fregatte aus Indien sind mit von der Partie. Abgerundet wird die Parade mit einer Luftschau.

Quelle & eindrucksvolles Video hier :
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Re: Marine Russland

Beitrag von Flottenheizer » Sa Aug 10, 2019 10:37 am

ExerciseWatch: Russische Marine vor der Kieler Bucht

Übung Ocean Shield 2019

mehr zum Thema hier :
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Re: Marine Russland

Beitrag von Flottenheizer » Sa Aug 17, 2019 7:41 am


Russisches U-Boot wird nach Feuer repariert



(15.08.19) Im Herbst soll mit der Reparatur des russischen U-Boots 'Losharik - AS-31' begonnen werden, das bei dem Brand am 1.7., der 14 Seeleute das Leben kostete, schwer beschädigt wurde.
Es soll dazu von der Kola-Halbinsel nach Severodvinsk bei Archangelsk geschleppt werden und dort in die Zvezdochka-Werft gehen.
Dann wird zuerst das Wasser ausgepumpt und dann ein technischer Plan erstellt.

Der Brand in der Batterieabteilung kostete mehrere hochrangige Militärs aus Murmansk und St. Petersbug das Leben.

Das Boot befand sich auf einer Trainingsfahrt in der Motovsk-Bucht unweit der Halbinsel von Rybachii und sollte am Mutterschiff 'Podmoskovie' festmachen, ein umgebautes U-Boot der Delta-IV Klasse.

Es war das schwerste Unglück der russischen Marine seit dem Untergang der 'Kursk' im Jahr 2000, das keines der 118 Crewmitglieder überlebte.


Quelle: Tim Schwabedissen
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Re: Marine Russland

Beitrag von Flottenheizer » So Okt 27, 2019 9:20 am

Moin Leute, in der letzten Zeit hat man nur wenig über die Flotte / Arktis der Russen gehört.

Aber die Russen verfolgen weiterhin ihr Ziel und bauen neue Schiffe für die Arktis und errichten auch Stützpunkte in der Arktis.


Erster russischer Kampf-Eisbrecher kurz vor Stapellauf

Bild

Patrouillenboot, Schlepper und Eisbrecher in einer Packung: Die Admiralitätswerft in Sankt Petersburg baut für die russische Kriegsmarine Universalschiffe, die in der eisbedeckten Arktis sowohl zu militärischen als auch zu zivilen Zwecken einsetzbar sein sollen. Der erste Allrounder dieser Klasse soll noch in dieser Woche zu Wasser gelassen werden.

„Iwan Papanin“ heißt das Typschiff des neuen Projekts 23550.
Das nach dem sowjetischen Arktis-Forscher benannte, 100 Meter lange und 20 Meter breite Schiff soll am Freitag zu Wasser gelassen werden, wie Marinechef Nikolaj Jewmenow am Montag in Sankt Petersburg mitteilte.

Die mit einem 100mm-Geschütz und Raketen bestückte „Iwan Papanin“ soll einen Ka-27-Hubschrauber und zwei Schnellboote des Typs „Raptor" mitführen.
Das Schiff ist vor allem für den Küstenschutz in der Arktis bestimmt, soll jedoch auch zivilen Zwecken dienen können, als Eisbrecher, Schlepper und sogar als ozeanographisches Forschungsschiff fungieren.

Bei einer Wasserverdrängung von 8500 Tonnen können Schiffe des Projekts 23550 nach Angaben des Herstellers 1,5 Meter dickes Eis durchfahren und bis zu 60 Tage auf dem Meer bleiben. An der „Iwan Papanin“ wird seit 2017 gebaut.

Die russische Kriegsmarine hat bisher zwei Schiffe dieser Klasse in Auftrag gegeben.


Quelle :
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Re: Marine Russland

Beitrag von Oberbootsmann » Di Nov 12, 2019 12:13 pm

Interview mit U-Boot-Kapitän: "Darum sank die Kursk"

Kapitän Igor Kurdin ist Präsident des Verbandes der U-Boot-Fahrer St. Petersburg. Er war unter anderem erster Offizier und Kommandant des Atom-U-Bootes K-219. Sein Boot erlitt am 3. Oktober 1986 vor den Bermudas nach einer Raketenexplosion eine schwere Havarie, bei der nur knapp eine Kernschmelze im Reaktor verhindert werden konnte. Vier Besatzungsmitglieder starben. Diesen Unfall beschrieb Kurdin zusammen mit Peter Huchthausen und Alan Richard White in dem Buch "In feindlichen Gewässern – das Ende von K-219". Nach der Bergung der Kursk hat er Wrackteile begutachtet. Igor Kurdin zählt zu den weltweit führenden Experten für U-Boot-Havarien. Im Interview mit dem NDR spricht der Kapitän über mögliche Ursache für das Kursk-Unglück im Jahr 2000.

Herr Kapitän, worin unterscheidet sich die Havarie der „Kursk“ von jener auf Ihrem Boot, der K-219?

Igor Kurdin: Im Grunde ähneln sich die zwei Katastrophen sehr. Denn auf der K-219 explodierte eine Rakete, und auf der Kursk explodierte ein Torpedo. Der Unterschied besteht darin, dass die Raketen vertikal stehen und der Torpedo horizontal liegt. Gemeinsam ist beiden Unfällen: Wenn der Deckel des Raketensilos auf der K-219 und die Mündungsklappen der Torpedorohre der „Kursk“ offen und die hintere Klappe geschlossen gewesen wären, dann wäre die Energie ins Meer ausgetreten. In beiden Fällen entlud sich aber die Explosion im Boot.

Wie kam es überhaupt zur Explosion auf der Kursk?

Kurdin: Die „Kursk“ war ausgerüstet zur Bekämpfung von Flugzeugträgern. Ein Träger wird beschützt von einer Träger-Kampfgruppe. Wer den Schutzgürtel der Begleitschiffe durchbrechen und zum Hauptziel gelangen will, braucht Distanzwaffen. Deshalb war die „Kursk“ nicht nur bewaffnet mit Standard-Torpedos Kaliber 530 Millimeter, sondern auch mit Torpedos Kaliber 650 Millimeter. Diese größeren Torpedos konnten Atomsprengköpfe tragen und hatten eine hohe Geschwindigkeit. So konnten sie Ziele auf 50 Kilometer Distanz zerstören. Für so lange Strecken benötigten sie eine große Menge Treibstoff. Deswegen hatten sie einen größeren Durchmesser und waren länger. Die Besatzung der „Kursk“ hatte noch nie einen solchen Torpedo abgefeuert und sollte dies bei einem Manöver erstmals machen.

Warum wurde dieser Übungsschuss zur Katastrophe?

Dieser dicke Torpedo verfügte über einen Zweikomponentenantrieb mit Flüssig-Treibstoff. Einer der Treibstoffe war Wasserstoff-Peroxyd. Aber der Tank mit dem Wasserstoff-Peroxyd hatte ein Leck. Durch das austretende Wasserstoff-Peroxyd erhitzte sich der abschussfertige Torpedo im Torpedorohr. Die Hülle dehnte sich aus, bis sie platzte. Dann vermischte sich dieses Oxydationsmittel mit dem Treibstoff Kerosin – etwa acht Tonnen - und es kam zur Explosion.

Das erklärt die erste Detonation mit einer Stärke von 1,5 auf der Richterskala, aber nicht die zweite mit einer Stärke von 3,5.

Die Explosion des Wasserstoff-Peroxyd-Torpedos im Torpedorohr war die erste, schwächere Explosion. Wenn die hintere Klappe des Rohres verschlossen gewesen wäre, dann wäre die Mündungsklappe weggesprengt worden und die Energie hätte sich nach vorne entladen. Aber die hintere Klappe stand offen. Deswegen ging die Energie nach hinten in die Torpedokammer. Dort brach ein Feuer von bis zu 1.000 Grad Celsius aus. Dieses Feuer führte zur Explosion der in Sektion 1 gelagerten Torpedos. Diese zweite Explosion hatte eine enorme Kraft.

Was halten Sie von der Theorie, ein Zusammenprall mit einem anderen U-Boot hätte das Leck in den Bug der „Kursk“ gerissen?

Ich wende mich kategorisch gegen diese Version. Wir wissen, dass drei weitere U-Boote vor Ort waren: Die USS „Toledo“, die USS „Memphis“ und die HMS „Splendid“. Aber die Theorie von der Kollision entspricht nicht der Wahrheit. Denn die „Kursk“ fuhr in 15 bis 16 Metern Tiefe und hatte ihr Periskop ausgefahren. Deswegen kann sie nicht mehr als höchstens acht bis zehn Stundenkilometer Fahrt gemacht haben. Bei größerer Geschwindigkeit hätte sich das Seerohr verbogen. Wenn zwei U-Boote mit einer so geringen Fahrt aufeinandertreffen, dann kann die Stahlhülle nicht durchstoßen werden.

In Fachkreisen wurde auch diskutiert, ob ein Raketentorpedo vom Typ „Shkval“, zu deutsch Sturmböe, die Explosion ausgelöst haben könnte.

Ich mag den Ausdruck Raketen-Torpedo. Der „Shkval“ erreicht eine Geschwindigkeit von etwa 300 Kilometern pro Stunde. Unsere Marine verfügte bereits Mitte der 70er-Jahre über diesen Torpedo mit Raketenantrieb. Seine hohe Geschwindigkeit erreicht dieser Torpedo, indem er an seiner Spitze mit einem speziellen Generator Wasser verbrennt und sich in einer Gasblase bewegt. Er hat also keine Berührung mit dem Wasser. Allerdings handelt es sich hier um eine Waffe für kurze Distanzen. Der Abschuss eines „Shkval“ war bei dem erwähnten Manöver nicht vorgesehen. Ein Torpedo vom Typ „Shkval“ befand sich nicht auf der Kursk.

Waren deutsche Torpedo-Ingenieure mitverantwortlich für das Unglück auf der „Kursk“?

Diese Informationen waren natürlich streng geheim. Erst in den vergangenen Jahren hat sich herumgesprochen, dass deutsche Spezialisten an der Entwicklung der Torpedos im Torpedo-Institut in Petersburg und Lomonossow mitgearbeitet haben. Dort haben sie sich mit flüssigkeitsgetriebenen Torpedos beschäftigt, mit den „dicken“ Torpedos und mit Raketen-Torpedos. Aber Wasserstoff-Peroxyd kann man auch in der Apotheke kaufen. Derjenige, der solche Torpedos entwickelt hat, trägt keine Verantwortung für den Untergang der „Kursk“.

Das Interview führte Patrik Baab, NDR Schleswig-Holstein.

NDR
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Re: Marine Russland

Beitrag von Flottenheizer » Mi Nov 27, 2019 3:19 pm

Russische Marine bekommt ein neues U-Boot

Bild
Das U-Boot Wolchow des Projektes 636.3 in St. Petersburg.


Am Montag hat die Admiralty Shipyard ein diesel-elektrisch betriebenes U-Boot an die russische Marine geliefert. Das U-Boot Wolchow des Projektes 636.3 ist 73,8 Meter lang und 9,9 Meter breit.
Es hat eine Geschwindigkeit von 20 Knoten, eine maximale Eintauchtiefe von 300 Metern und kann 45 Tage unter Wasser bleiben.
Das U-Boot ist ausgelegt für eine Besatzung von 52 Mann und hat eine Verdrängung von 4000 Tonnen.
Russland arbeitet weiter daran, seine Verteidigungsfähigkeit auszubauen.
Berichten zufolge soll die russische Marine im Jahr 2020 sechs neue U-Boote erhalten, darunter vier Atom-U-Boote. So etwas habe es die letzten 28 Jahre nicht gegeben, kommentiert eine nicht genannte Quelle aus der russischen Verteidigungsindustrie gegenüber der Nachrichtenagentur TASS.


Quelle: german.china.org.cn
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Re: Marine Russland

Beitrag von Flottenheizer » Do Dez 05, 2019 11:28 am

04.12.2019 · Warum Russlands U-Boote bei der Nato für Unruhe sorgen.


Der Herbst ist für die russischen Streitkräfte eine Zeit der Superlative.

In großen Manövern führen die Strategen des Kremls aller Welt vor Augen, was das eigene Militär leisten kann – oder zumindest zu leisten können vorgibt. Rekorde zählen bei den Verlautbarungen über die Übungen zum Standardprogramm der russischen Propaganda.
Sie sorgen stets für Aufsehen, beunruhigen die Nato deshalb aber noch nicht.

So konzentrierte sich die Übung „Combat Brotherhood“ mehr oder minder auf frühere Sowjetrepubliken wie Kasachstan oder Kirgisien und Tadschikistan.

Bei der Großübung „Zentr 2019“ nahmen dieses Jahr sogar Indien China und Pakistan teil, immerhin drei Nuklearmächte.

Wenn die Norweger Alarm schlagen, sieht das Ganze schon anders aus.

Das Nato-Mitglied an der Nordostflanke der Allianz ist der Panikmache unverdächtig.

Vor einigen Wochen aber sichteten die Norweger zehn russische U-Boote auf einen Schlag: sechs waren rund um die Bäreninsel zwischen Spitzbergen und der Finnmark, dem nördlichsten Teil des norwegischen Festlandes, in Position gegangen.

Der Rest kreuzte zeitgleich in der Barentssee und im Europäischen Nordmeer.

Den mutmaßlichen Anlass lieferte der norwegische Militärgeheimdienst dem Norwegischen Rundfunk: Die Boote würden tief hinab in den Atlantik tauchen um zu testen, wie weit sie unbemerkt nach Westen vorstoßen können.

Das Ganze erfolge bei dem angesetzten Manöver in einem Ausmaß, wie es seit dem Ende des Kalten Kriegs nicht mehr zu beobachten gewesen sei.

Es müsse auf höchster Ebene beschlossen worden sein.


Die Botschaft sei eindeutig: Russland ist verteidigungsbereit, und seine U-Boote können jederzeit die amerikanische Ostküste bedrohen.

Eine Reaktion aus Moskau blieb aus.



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Re: Marine Russland

Beitrag von Strandpirat » Do Dez 05, 2019 12:16 pm

Zitat: "Die Botschaft sei eindeutig: Russland ist verteidigungsbereit, und seine U-Boote können jederzeit die amerikanische Ostküste bedrohen." - Stellt die aktute Situation für Norwegen keine Bedrohung dar?
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Re: Marine Russland

Beitrag von Flottenheizer » Do Dez 05, 2019 2:16 pm

Norwegen ist wohl auch nicht so ein wichtiges Ziel.
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