Pulverfass Meer

Hier kommt alles rein, was nichts mit dem Thema Deutsche Marine zu tun hat.
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Pulverfass Meer

Beitrag von Küstenkumpel » Di Feb 05, 2019 9:47 pm

Weltkriegsmunition soll raus aus dem Wasser

In Ost- und Nordsee liegt eine gewaltige Menge Munition aus dem 2. Weltkrieg. Seit 70 Jahren rosten dort Minen und Torpedos vor sich hin. Eine echte Belastung für die Umwelt. In der Kieler Bucht liegen etwa 35.000 Tonnen an Munition.

Der Meeresboden in der Ost- und Nordsee ist an vielen Stellen übersät mit tickenden Zeitbomben. „In der Kieler Bucht liegen in Sichtweite beliebter Strände Torpedokopf neben Sprengmine“, sagt der Meeresbiologe Matthias Brenner vom Alfred-Wegener-Institut Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Der Großteil davon stammt aus dem Zweiten Weltkrieg. Allein auf deutschem Gebiet sollen insgesamt 1,6 Millionen Tonnen an konventionellen Waffen und 300.000 Tonnen chemischer Waffen in der Ost- und Nordsee liegen. „Das ist gewaltig, was da liegt“, sagt Brenner.

Im Auftrag der Alliierten sollten Fischer nach dem Zweiten Weltkrieg die Kampfmittel weit draußen auf See versenken. Nach Angaben des Fraunhofer Instituts ist viel Munition aber auch außerhalb der markierten Gebiete über Bord gekippt worden – womöglich um Treibstoff zu sparen. Durch Meeresströmungen und Grundschleppfischerei landeten Minen und Bomben auch an Orten, wo sie eigentlich nie hin sollten. Das macht es schwierig, sie heute wiederzufinden. Beim Bau von neuen Pipelines oder Off-Shore-Windparks stoßen Unternehmen nicht selten auf solche Kampfmittel.

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Re: Pulverfass Meer

Beitrag von Flottenheizer » Mi Feb 06, 2019 9:25 am

Es gibt noch so viel alte Munition in der Nord / Ostsee, das Zeug liegt schon so lange auf Grund und man kann froh sein, das da nichts schlimmes passiert.
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Re: Pulverfass Meer

Beitrag von Küstenkumpel » Mi Feb 06, 2019 11:52 am

Ich habe mal eine Bombensprengung im Jadebusen mit erlebt. Wir mussten damals das Helgolandhaus räumen. Als die Bombe explodierte, war ich in Höhe Hotel Seestern. Bis da der Schall ankam, unglaublich. Ich dachte schon, es kommt nichts mehr. Aber dann.....wuuuuuumm! :jo:
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Re: Pulverfass Meer

Beitrag von Flottenheizer » Mi Feb 06, 2019 4:22 pm

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Re: Pulverfass Meer

Beitrag von Robbytobby » Do Feb 07, 2019 4:09 pm

Aus meiner Sicht ist dieses Thema immer mehr in den Hintergrund gerückt. Man macht sich, was natürlich auch sinnvoll ist, mehr Gedanken über die Plastikentsorgung als über die Entfernung solcher Altlasten. Es betrifft ja nicht nur Deutschland ... auch in unmittelbarer Nähe meiner Lieblingsinsel Bornholm wurden drei große Felder zur "Entsorgung" angelegt. Ich liebe es dort Urlaub zu machen ... aber es gibt einem auch nach 30 Jahren wo ich dort meinen Urlaub verbringe immer zu denken ...
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Re: Pulverfass Meer

Beitrag von Robbytobby » Do Feb 07, 2019 4:11 pm

BZ für die tollen Links ...
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Re: Pulverfass Meer

Beitrag von Flottenheizer » Fr Feb 08, 2019 8:24 am

Robbytobby hat geschrieben:
Do Feb 07, 2019 4:11 pm
BZ für die tollen Links ...


Immer gerne Robby, :look: :gruss:
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Re: Pulverfass Meer

Beitrag von Flottenheizer » Mi Mär 06, 2019 8:32 am

Munition: Grote will bergen, Bund tritt auf Bremse

Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) will mit einer Bundesratsinitiative eine Bergung der Munition in der Ostsee anschieben.

mehr zum Thema siehe hier :
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Re: Pulverfass Meer

Beitrag von Oberbootsmann » Mi Mär 06, 2019 12:09 pm

Nicht nur die Munition macht Probleme. Auch die Vielzahl an Wracks mit den verbliebenen Mengen an Treib- und Schmierstoffen bereiten zunehmend Kopfzerbrechen.
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Re: Pulverfass Meer

Beitrag von Küstenkumpel » Do Sep 12, 2019 6:42 pm

Seeminensprengen


Weltkriegsminen und andere historischen Kampfmittel unter Wasser zu zerstören, ist oft eine Güterabwägung. Maßgeblich soll das Sprengen Leben schützen und Seefahrt sicher machen.

In deutschen Gewässern der Nord- und Ostsee liegen noch etwa 1,6 Millionen Tonnen konventionelle Munition aus den beiden Weltkriegen. Vor allem Seeminen und Fliegerbomben verrotten seit Jahrzehnten unter Wasser. Einerseits sind die alten Sprengmittel eine Gefahr für die Schifffahrt, andererseits setzen sie Giftstoffe wie zum Beispiel Phosphor ins Meer frei.

Maßnahmen zum Schutz der Meeresbewohner

Neben dem Einhalten der gesetzlichen Bestimmungen zum Räumen von Kampfmitteln legt die Marine großen Wert darauf, die Beeinträchtigung von Meeressäugern und anderen Lebewesen so gering wie möglich zu halten. Vor dem Sprengen der Minen vor Fehmarn hat die Marine – wie immer in solchen Fällen – Meeressäuger vergrämt.

„Vergrämung“ vertreibt zum Beispiel Schweinswale, Delfine oder Robben mit nicht-schädlichen akustischen Methoden aus einem bestimmten Gebiet. Die Minenjagdboote der Marine nutzen dafür zum Beispiel ihr bordeigenes Unterwassertelefon. In manchen Fällen wird zudem durch einen Blasenschleier aus Druckluftschläuchen ein Schallschutz beziehungsweise eine Lärmdämpfung erreicht. Hierzu erzeugen die mit Ausblasdüsen versehenen Schläuche um die Sprengstelle herum einen Vorhang aus Luftblasen.

Jetzt unter dem Kiel-Ostseeweg konnte dieser Blasenschleier allerdings nicht mehr aufgebaut werden – die Gefährdung durch insbesondere den vorliegenden Minentyp war zu groß geworden. Grundsätzlich aber sollen die Sicherungsmaßnahmen bei nicht vermeidbaren Sprengungen einen größtmöglichen Schutz der Meeressäuger wie auch von Schutzgebieten generell gewährleisten.


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