Ist Marine-Schiffbau eine Schlüsseltechnologie?

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PfirsiBaby
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Ist Marine-Schiffbau eine Schlüsseltechnologie?

Beitrag von PfirsiBaby » So Sep 22, 2019 5:42 pm

Ganz gleich ob Fregatte, Tanker oder Korvette: Die Deutsche Marine braucht nach eigenen Angaben dringend neue Schiffe. Das ist allerdings nicht ganz einfach - auch weil das zuständige Beschaffungsamt der Bundeswehr (BAAINBw) den letzten Marine-Auftrag zum Bau des Kampfschiffs "MKS 180" europaweit ausgeschrieben hat. Die heimische Werftindustrie konkurriert im Kampf um den Zuschlag mit subventionierten, europäischen Staatskonzernen. Dabei ist es laut Koalitionsvertrag der Wille der Bundesregierung, den Überwasserschiffbau für die Deutsche Marine zur Schlüsseltechnologie zu erklären. Damit wäre eine europaweite Ausschreibung nicht mehr nötig - hieß es bislang. Nun scheinen sich die involvierten Ministerien diesbezüglich allerdings uneins zu sein.

Fassungslosigkeit bei der IG Metall: "Ein Signal in die falsche Richtung"

Nicht nur die Politik hat lange dafür gekämpft, die heimische Werftindustrie mit der Schlüsseltechnologie zu stärken. Auch die IG Metall Küste setzte sich immer wieder für diesen Schritt ein. Entsprechend fällt die Reaktion zur neuen Wendung von Bezirksleiter Meinhard Geiken aus: "Ich bin fassungslos. Das, was wir jetzt hören, ist einfach ein Signal in die falsche Richtung." Er fragt sich, wie man erklären wolle, dass im Fall "MKS 180" möglicherweise Milliarden Euro an deutschen Steuergeldern für ein deutsches Marine-Schiff nicht im eigenen Land bleiben.

Quelle und weiterlesen: NDR / Christian Wolf
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Flottenheizer
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Re: Ist Marine-Schiffbau eine Schlüsseltechnologie?

Beitrag von Flottenheizer » Fr Sep 27, 2019 1:54 pm

Was der Reporter da schreibt, ist alles schon so oft gesagt worden, das aber auch schon vor einigen Jahren.

Also nix neues, außerdem ist die Abgabe der Angebote schon vor Wochen beendet worden, jetzt wird geprüft, wer den Zuschlag bekommt.


Unsere Werften und die Neubauten von Marineschiffe, das ist doch in den letzten Dekaden alles andere als Positiv gelaufen.

Es ist nur richtig so, das die deutschen Werften auch mal aufgezeigt bekommen, das man sich an Verträge hält und Schiffe baut, die funktionieren und pünktlich fertig sind, wofür sie ja auch sehr viel Geld bekommen, u.a. auch deswegen, weil es keine Konkurrenz gab.


Eine Werft, die die Verträge immer wieder nicht einhält und immer mit den Kosten in die Höhe treibt braucht sich doch nicht zu wundern, das sie einmal nicht mehr bei Neubauten berücksichtigt wird.

Im Prinzip subventioniert der Bund / Marine doch die Werften!



Und sicherlich geht es um unsere Steuergelder, die sollten auch möglichst im Land bleiben, alles richtig und gut, aber wo fließen denn die Gelder hin, die von den Werften kassiert werden ?
Es kann doch nicht sein, das die Werftarbeiter immer wieder um ihren Arbeitsplatz bangen müssen und somit bei der Regierung als Druckmittel her halten sollen.

Ein Denkzettel für die Werften kann da vielleicht sehr hilfreich sein und eventuell erinnern sich die Werften mal an den Spruch :"Deutsche Wertarbeit"

Wir werden ja sehen, wie es weiter gehen wird, denn es werden in den nächsten 10-15 Jahren noch viele neue Marineschiffe gebaut werden.
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